Lausitzer Bauunternehmen sorgen sich um die Sicherheit ihrer Baustellen

Treffen mit dem Potsdamer Polizeipräsidenten in der Boblitzer Tief- und Wasserbau GmbH

Der Potsdamer Polizeipräsident, Rainer Kann, traf sich auf Einladung der Landtagsabgeordneten Roswitha Schier mit Bauunternehmern der Region in der Boblitzer Firma Tief- und Wasserbau. Thema des 2 stündigen Gespräches war die Sorge des zunehmenden professionellen und bandenmäßigen Diebstahls von Baumaschinen, Werkzeugen und Kraftstoff auf Baustellen in Brandenburg und Sachsen.

Den Unternehmern ärgert aber nicht nur der Verlust der gestohlenen Arbeitsmittel, sondern auch den dadurch entstandenen Produktionsausfall und den Vertragsstrafen durch Terminverzug bei den Auftraggebern. Anschaulich wurde die Dimension nach Schilderung der Verluste. So beklagte ein Bauunternehmen innerhalb von 10 Jahren einen Schaden von 1,45 Millionen Euro. Für kleinere Baugeschäfte kann der Verlust von Zug- oder Baumaschinen existenzbedrohend sein und bedeutet auch immer den Verlust von Arbeitsplätzen. Die Forderung der Unternehmen nach mehr Fahrzeugkontrollen auf Autobahnen und im grenznahen Bereich, mehr Streifenwagen und mehr verdachtsunabhängige Kontrollen sind an die Adresse von Politik und Polizei gerichtet. Die Unternehmen ihrerseits haben ihre Möglichkeiten der Baustellensicherung ausgeschöpft, so die einhellige Meinung. Der Präsident warb für mehr Prävention auf den Baustellen, die Maschinen und Werkzeuge registrieren zu lassen und den Präventionsservice der Polizei zu nutzen. „Die Registrierung ist für die Unternehmen kostenlos und wird nach Absprache auch vor Ort vorgenommen“, so der Präsident in der Diskussion. Außerdem bat er darum, jeden Diebstahl zur Anzeige zu bringen, damit Schwerpunkte bei den Ermittlungen gesetzt werden können. Abschließend gab Herr Kann seine Zusage, die präventiven Maßnahmen in einem Jahr im gleichen Teilnehmerkreis auszuwerten.

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