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17.06.2012, 17:00 Uhr | CDU Senftenberg

SED und Stasi in Senftenberg

„Senftenberg war wohl die Stasi-Hochburg der DDR.“

 

Diese Aussage war wohl ein der Aussagen, welche die Zuhörer von RüdigerSielaff, Außenstellenleiter der Jahn-Behörde in Frankfurt (Oder) mit von einer Veranstaltung der CDU Senftenberg und des Landesbeauftragten Brandenburg nach Hause nehmen.

Leiter der Außenstelle Frankfurt/Oder der "Jahn-Behörde" beim Vortrag in Senftenberg
Senftenberg -

Der Chef der brandenburgischen Stasi-Akten hatte aber nicht reißerische Parolen von früher wiedergegeben, sondern sachlich die Arbeit des DDR-Apparates dargestellt. So erklärte er, dass die hohe Anzahl der IM’s durch die Braunkohlestadt Senftenberg und das Synthesewerk Schwarzheide zustande kam.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Vorgänge und Akten aus Senftenberg stapeln. Teilweise waren im Altkreis Senftenberg über 900 inoffizielle Mitarbeiter unterwegs.

Die ein oder andere Kuriosität ist in der Sammelwut natürlich auch enthalten. Bilder von Hochzeiten und auch Beerdigungen stapeln sich in Archiv wie auch Verabschiedungen vom Westbesuch. „Von der Wiege bis zur Barre war die Stasi dabei“ so Sielaff. So wurde fast jeder als potentieller Spion behandelt.

 

Nach Angaben der Jahn-Behörde werden immer noch viele Akten angefordert und neue Fälle werden immer gefunden. Teilweise können die Daten von einer Person in der Akte einer anderen beinhaltet sein.

Er weist daraufhin bei der Beantragung möglichst genaue Angaben zumachen, da nur so ein Auffinden in den alten Beständen möglich ist.

 

Doch nahm er einer zügigen Bearbeitung der Fälle gleich den Wind aus den Segeln, da teilweise für die Aktensuche bis zu 2 Jahren benötigt werden.

 

„Die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit ist immer noch wichtig. Gerade für die nachkommenden Generationen muss das Thema immer wieder aufgerufen werden. Deswegen kann sich jeder zu diesem Thema in der ASB Begegnungsstätte (Kormoranstraße 1, Senftenberg) in einer eine Ausstellung „28 Jahre geteilt“ informieren“, sagt der CDU Ortsvorsitzende Andreas Pfeiffer.

 

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten vom ASB besichtigt werden und ist dort bis zum 14. Juli zusehen.